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Was bedeutet behagliches Raumklima?

Ein behagliches Raumklima herstellen: Das klingt erst einmal nach einer Maßnahme, um das Wohlbefinden der Menschen in einem Raum zu steigern. Das alleine würde ausreichen, um solch eine Maßnahme zu rechtfertigen. Aber die Bedeutung eines optimalen Raumklimas geht noch darüber hinaus, weil davon auch ein gewisser Einfluss auf die Gesundheit vorhanden ist. Deshalb sollte man Einflussgrößen wie die Raumtemperatur und die Luftfeuchtigkeit regelmäßig messen und gegebenenfalls mit Geräten wie Luftbefeuchter oder Luftentfeuchter regulieren.

Was ist ein behagliches Raumklima?

Um diese Frage zu beantworten, ist erst einmal generell eine Antwort auf die Frage wichtig, was „Raumklima“ eigentlich bedeutet. Das Fraunhofer-Institut für Bauphysik IBP definierte den Begriff bereits 2006 in einer Publikation als ein Zusammenwirken meteorologischer Parameter in Innenräumen und nannte dabei als Einflussfaktoren die Temperatur der Luft, Luftfeuchtigkeit, Strahlungseinflüsse und Luftbewegungen. Die Definition ist im Prinzip weiterhin brauchbar.

Behagliches Klima im Raum
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Abgegrenzt wird in der Publikation das erweiterte Raumklima mit weitaus mehr Einflussfaktoren, die in die folgenden Kategorien eingeteilt werden:

  • „Thermisch“ (z.B. Lufttemperatur)
  • „Hygrisch“ (z.B. Luftfeuchte)
  • „Akustisch“ (z.B. Schalldruckpegel)
  • „Visuell“ (z.B. Beleuchtungsstärke)
  • „Olfaktorisch/Chemisch“ (z.B. flüchtige organische Verbindungen)

Wird heute über ein behagliches Raumklima gesprochen, ist häufig gemeint, dass alle oben aufgeführten Faktoren in einem Bereich liegen, den Menschen als angenehm empfinden und der Ihrer Gesundheit nicht schadet.

Wichtig ist dafür unter anderem eine relative Luftfeuchte in Wohnräumen und Büros, die in der Regel bei vierzig bis sechzig Prozent liegt. Angaben zu einer als behaglich empfundenen Raumtemperatur macht eine Broschüre der Energieberatung der Verbraucherzentrale in Deutschland. Laut der Broschüre sollte die Temperatur in Wohnzimmer und Küche bei 19 bis 21 Grad liegen, im Bad bei 21 bis 23 Grad und im Schlafzimmer bei 18 Grad.

Digitales Thermo-Hygrometer 9026

Natürlich ist Behaglichkeit immer auch ein individuelles Gefühl. So ist es dem einen Menschen eventuell bereits zu kalt in einer Wohnung, während der andere noch die behagliche Raumluft lobt. Bei den meisten Menschen sind die oben genannten Temperaturen aber eine gute Wahl. Individuelle Reaktionen können auch bei anderen Faktoren wie der Luftreinheit auftreten. Während der eine etwas Staub in der Luft als völlig unproblematisch empfindet, leidet der andere vielleicht an einer Hausstauballergie und fühlt sich bereits unbehaglich.

Ein ungünstiges Raumklima hat diverse Nachteile

Sich aufgrund des Raumklimas unbehaglich zu fühlen, hat also oft eine subjektive Komponente. Das bedeutet nicht, dass das subjektive Gefühl unwichtig ist. Man sollte sich in der eigenen Wohnung und am Arbeitsplatz behaglich fühlen. Möglichst ausnahmslos. Allerdings geht es nicht alleine um Behaglichkeit. So kann beispielsweise eine sehr niedrige wie eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit auch der Gesundheit schaden.

Bei sehr niedriger Luftfeuchte ist die Infektiosität von Krankheitserregern höher. Deshalb steigt das Risiko, an Infektionskrankheiten wie einer Erkältung zu erkranken. Darüber hinaus kann trockene Luft das körpereigene Abwehrsystem beeinträchtigen, was das Krankheitsrisiko weiter ansteigen lässt. Und wer krank wird, fühlt sich meistens nicht besonders behaglich. Auf der anderen Seite kann eine hohe Luftfeuchte in Verbindung mit hohen Temperaturen beispielsweise zu Kreislaufproblemen führen. Darüber hinaus begünstigt sehr feuchte Luft Schimmelbildung, die wiederum schnell zu einer erheblichen Belastung für Menschen im Raum wird. Solche Folgen gehen über individuelle Behaglichkeitsprobleme hinaus.

Behagliches Raumklima im Wohnzimmer
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Ebenfalls problematisch können Partikel in der Luft sein, mit denen der Körper eines Menschen im Raum Probleme hat. Hier war bereits von einer Staubbelastung die Rede, die Menschen mit Hausstauballergie belastet. Pollen oder Pilzsporen in der Raumluft können aber ebenfalls zu Problemen führen, weshalb bisweilen Luftreiniger Instrumente der Wahl sind, um ein behagliches Raumklima zu schaffen.

Denken sollte man bei alledem immer daran, dass Behaglichkeit und gesunde raumklimatische Verhältnisse natürlich oberste Priorität haben. Man sollte sie jedoch mit einem möglichst effizienten Energieeinsatz erzeugen. Deshalb könnte man beispielsweise ausprobieren, im Winter die Temperatur zu senken, um zu sehen, ob man die Raumluft dann immer noch als warm genug empfindet. Die Temperatur zu senken, heißt nämlich immer auch: Man reduziert die Heizkosten. Auch so etwas kann dazu beitragen, dass man sich sehr behaglich fühlt.

Raumfaktoren sollte man immer unter Kontrolle haben

Bestenfalls hängt in den verschiedenen Räumen einer Wohnung oder einer Arbeitsstätte ein Thermohygrometer wie der 9025 mit LCD-Anzeige. Er misst sowohl die Luftfeuchte im Raum als auch die Temperatur der Raumluft.

Thermo-Hygrometer 9025 mit LCD-Anzeige

Arbeitgeber mit Verantwortung für viele in einer Immobilie arbeitende Menschen können auch einen Thermohygrographen wie den OPUS 20 wählen. Er misst die Werte nicht nur, sondern zeichnet sie zusätzlich auf. So lassen sich leichter Rückschlüsse auf Einflussfaktoren ziehen, die negativ auf das Raumklima wirken.

Thermohygrograph OPUS 20

Messen ist bisweilen nur ein Teil der Aufgabe. Ist zum Beispiel die Luftfeuchte häufig zu niedrig oder zu hoch, sollte man a) die Ursache dafür finden und b) Abhilfe schaffen. Eine mögliche Abhilfe bieten Geräte wie Luftbefeuchter oder Luftentfeuchter. Bei einem Kauf sollte man auf die passende Dimensionierung achten.

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Besonders leistungsstarke Geräte wie der B 500 Professional (Befeuchter) und der Dehumid HP 50 (Entfeuchter) von Brune sind für anspruchsvolle Aufgaben in größeren Räumen genau richtig. In einem privaten Umfeld sind diese Geräte meistens überdimensioniert. Hier greift man eher auf Befeuchter wie den B 120 oder Entfeuchter wie den Dehumid 9 zurück. Als Variante „Dehumid 9H“ kann dieser Entfeuchter zugleich heizen und die Luftfeuchte senken.

luftbefeuchter-b-120 luftentfeuchter-dehumid-9

Sind an Arbeitsstätten umfassende Maßnahmen geplant, um ein behagliches Raumklima zu schaffen und so zum Beispiel Krankenstände zu verringern, kann man ein Komplettsystem installieren. Der B 500 Professional und der Dehumid HP 50 lassen sich mithilfe eines Hygrostats zu solch einem System zusammenschließen.

Die Reinigung ist sehr wichtig!

Beeinträchtigen oft viele Kleinstpartikel in der Luft das Wohlbefinden von Menschen, können Luftreiniger für eine behagliche Raumluft sorgen.

luftreiniger-defensor-ph15

Geräte wie der Defensor PH15 und der Defensor PH 28 kombinieren befeuchtende und reinigende Eigenschaften. Mit ihren feinsten Filtern sind sie sogar in der Lage, feinste Partikel und Keime aus der Luft zu filtern.

uftreiniger-defensor-ph28

Aber manchmal muss es gar kein separates Luftreinigungsgerät sein, um die Luftreinheit zu steigern, denn Luftbefeuchtung hat immer zusätzlich eine gewisse reinigende Wirkung. Luftbefeuchter sind deshalb bis zu einem gewissen Grad immer auch Luftreinigungsgeräte. Darüber hinaus besitzen viele Befeuchtungsgeräte Filter. Ihre Filterleistung ist zwar oft nicht vergleichbar mit der eines Luftreinigers, aber bisweilen ausreichend, um die raumklimatischen Bedingungen bereits zu verbessern.