© bluedesign / Fotolia.com

Elektrosmog

« Diese Gefahren bestehen »

Auf ein gesundes Raumklima haben viele verschiedene Faktoren Einfluss. Häufig vergessen wir dabei auf die Belastung, die elektrische Geräte in unserer Umgebung hervorrufen. Wir verraten, wie Elektrosmog entsteht, was er mit uns Menschen macht und wie wir uns davor schützen können.

Mindestens zwei Drittel unseres Lebens verbringen wir in geschlossenen Räumen. Die Qualität des Raumklimas spielt deshalb nicht nur für unser Wohlbefinden, sondern auch für unsere Gesundheit eine entscheidende Rolle. Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Schadstoffe, Gerüche – es gibt viele Faktoren, die das Raumklima negativ beeinflussen. Häufig vergessen wir dabei den Elektrosmog. Mit dem technischen Fortschritt der modernen Zeit sind wir permanent von High-Tech-Geräten umgeben. Wir klären auf, wie Elektrosmog entsteht, was er bewirkt und wie wir uns dagegen schützen können.

Eine Definition

E-Smog ist das Vorhandensein von elektrischen, magnetischen oder elektromagnetischen Feldern. Elektrische Felder entstehen dann, wenn Strom bereitgestellt und verteilt wird. Das ist bereits der Fall, wenn ein elektrisches Gerät an der Steckdose angesteckt ist. Fließt der Strom, wenn das Elektrogerät in Betrieb ist, dann wird ein magnetisches Feld erzeugt. Dabei gilt: Je stärker der Stromfluss, desto massiver das Magnetfeld.

© bluedesign / Fotolia.com
© bluedesign / Fotolia.com

Sender, etwa für Radio, Rundfunk oder Mobilfunk, verursachen ein elektromagnetisches Feld in einem größeren Umkreis. Mobilfunk und Handy arbeiten mit einer digitalen Strahlung, die nicht dauernd, sondern in kurzen Impulsen ausgesandt wird.

Wirkung

Einst als reine Panikmache verschrien, wurde die Wirkung von E-Smog in den letzten Jahren wissenschaftlich gründlich untersucht. Forscher haben inzwischen aufgezeigt, dass elektrische, magnetische und elektromagnetische Felder sehr wohl den menschlichen Körper beeinflussen. Klar ist aber auch, dass nicht jeder Mensch gleich stark darauf reagiert.

Luftbefeuchter B 300 mit UV Entkeimung mittels UV-C StrahlenJe nach Veranlagung sprechen manche extrem sensibel auf die Felder und Wellen an, während andere überhaupt nichts spüren. Natürlich spielt auch die Intensität der Bestrahlung eine Rolle. Der allgemeine aktuelle Gesundheitszustand, das Immunsystem und die genetische Veranlagung können ausschlaggebend sein, wie empfindlich wir auf elektrische Frequenzen reagieren. Aus diesen Gründen ist es nicht seriös, eine verallgemeinernde Erklärung über die Folgen von Elektrosmog zu geben. Für die Gesundheit bedenklich werden in erster Linie elektromagnetische Felder und niederfrequente magnetische Felder eingestuft. Dieser Einfluss wirkt nämlich auf die Funktion der Zirbeldrüse ein – jenes Organ, welches das Schlafhormon Melatonin produziert. E-Smog hemmt die Melatoninproduktion, womit sich beobachtete Schlafstörungen erklären lassen könnten.

luftbefeuchter-brune-b-120-verdunstprinzip-wohnraeume-buero-humidorschraenke-466x291x270-cmMobilfunkstrahlung ist heute durch gesetzlich festgelegte Grenzwerte zumindest hinsichtlich ihrer thermischen Gefahr als unbedenklich einzustufen. Kaum ein Handy verursacht zum Beispiel Gewebeüberhitzungen beim Telefonieren. Die nichtthermischen Wirkungen sind es, die uns Sorgen bereiten: Dazu gehören Verhaltensstörungen, biochemische Veränderungen im Gehirn, eine Veränderung der Gehirnströme, genetische Schäden und erhöhte Krebsgefahr für das Lymphsystem. Allgemeine Beschwerden wie Schlafstörungen, Unwohlsein, Kopfschmerzen, Nervosität und Müdigkeit sind weitere unangenehme Begleiterscheinungen einer erhöhten Belastung durch Mobilfunkstrahlung.

Effektive Maßnahmen

Um Elektrosmog in der Wohnung zu reduzieren, hilft vor allem eins: Ausschalten. Nicht benötige Geräte sollten wir nur dann anstecken und einschalten, wenn wir sie brauchen. Auch der Stand-by-Betrieb schützt nicht vor E-Smog. Deshalb gilt: Stecker raus aus der Dose, denn damit ist auch das elektrische Feld eliminiert – und nebenbei spart man Stromkosten. Sinnvoll kann die Verwendung einer abgeschirmten abschaltbaren Steckdosenleiste sein. Grundsätzlich sollten wir nur Elektrogeräte verwenden, die über einen Schukostecker verfügen. Diese starken, großen Stecker schränken die Belastung durch elektrische Wechselfelder ein.

© pixelnest / Fotolia.com
© pixelnest / Fotolia.com

Sind TV, Mikrowelle, HiFi-Anlage & Co in Betrieb, sollten wir genügend Abstand zu diesen Apparaten halten. Als Faustregel gilt: Mindestens ein Meter Abstand zu Kabeln und eingeschalteten Geräten. Vor allem Kinder sollten hier vorsichtig sein. Besonders bei dünnen Wänden kann es passieren, dass Elektrosmog aus dem Nebenzimmer strahlt. Schnurlostelefone, die hochfrequente elektromagnetische Felder ausstrahlen, können eine starke Belastung darstellen.

Da die Leitfähigkeit der Luft und Ihrer Staubteilchen eine zentrale Rolle spielt, empfiehlt sich außerdem eine Luftfeuchtigkeit von ca. 55 %. Bildschirme laden sich bei dieser Luftfeuchtigkeit deutlich geringer auf, als bei zu trockener Luft, weil Staubteilchen eher zu Boden sinken bei dieser Feuchte. Auch das regelmäßige Entstauben dieser Geräte macht Sinn.

Gesundes Raumklima ohne Elektrosmog: Wie können wir unsere Kinder schützen?

Das Kinderzimmer dient als Wohlfühlzone für unsere Kleinsten. Spielen, schlafen, entspannen – nirgendwo anders halten sich unser Kids so frei und ungezwungen auf. Gerade deshalb müssen wir einige Kleinigkeiten beachten, um ein e-smog-freies Raumklima zu schaffen. Elektrische Geräte sind im Kinderzimmer tabu. Wenn sie schon notwendig sind, sollten Sie auf batterie- oder akkubetriebene Apparate ausweichen. Ungünstig sind vor allem Trafos von Lampen oder Spielzeug, wie es zum Beispiel einer für die Modelleisenbahn ist.

© Kzenon / Fotolia.com
© Kzenon / Fotolia.com

Vor dem Schlafen sollen wir von allen Geräten den Stecker aus der Dose ziehen. Nicht nur wegen der Mobilfunkstrahlung ist das Handy während der Nacht aus dem Kinderzimmer zu verbannen. Dauernde Nachrichten und ständige Verfügbarkeit bedeuten nämlich auch für unsere Kinder puren Stress.

Es ist ratsam, das Kinderbett nicht in der Nähe einer Steckdose aufzustellen. Auch auf der anderen Wandseite dürfen sich keine elektrischen Geräte befinden. Sicherungskästen, Hauptstromleitungen für das Haus oder elektrische Nachtspeicherheizungen sollten überhaupt mindestens drei Meter vom Bett entfernt sein.

BRUNE Luftreiniger Defensor PH15 inklusive Sommer-FiltersetAußerdem sollen wir keine Verlängerungskabel unter dem Kinderbett verlegen. Ungünstig ist auch die Nachttischlampe, wenn sie direkt neben dem Kopf positioniert ist. Zumindest sollte diese zum Schlafen ausgesteckt werden. Dimmbares Nachtlicht verursacht hohe magnetische Wechselfelder. Interessantes Detail: Hinsichtlich Elektrosmog ist die gute alte Glühbirne modernen Energiesparlampen oder Leuchtstoffröhren klar im Vorteil.

Negativ wirken sich Metallteile im Kinderbett aus. Ein Bettrost aus Edelstahl oder eine Federkernmatratze verstärken jedes elektromagnetische Feld in der Umgebung. Für einen gesunden Schlaf wären ein Rost aus Vollholz und Matratzen aus Naturmaterialien vorzuziehen.

Gesundes Leben im Zeitalter des Fortschritts

Überall, wo Strom fließt, entsteht Elektrosmog. In der Wohnung, im Auto, bei der Arbeit – wir können es gar nicht vermeiden, damit in Berührung zu kommen. Bei allen Gefahren dürfen wir nicht vergessen, dass elektrische Geräte unser Leben enorm erleichtern – im Gegenteil, wir können uns ein Dasein ohne Smartphone, TV, Computer und vieles mehr kaum mehr vorstellen. Trotzdem ist es ratsam, das Thema Elektrosmog nicht unbeachtet zu lassen.

digitales-thermo-hygrometerGerade unsere Kinder danken es uns, wenn wir sinnvolle Maßnahmen setzen, das Raumklima zu erhöhen und die E-Smog-Belastung zu reduzieren. Schon mit wenig Aufwand können wir die Rahmenbedingungen entscheidend verbessern. Luftbefeuchter oder Luftreiniger verursachen selbst wenig Smog, können die Luftfeuchtigkeit aber um entscheidende Prozente erhöhen, wenn es um die Verminderung der Leitfähigkeit der Luft geht. Trotzdem ist nichts wichtiger als Auszustecken und Abstand zu halten.