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Feinstaub an Silvester

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Fast 4.000 Tonnen Feinstaub sprengen wir in Deutschland am Silvesterabend in die Luft. Ein teurer Spaß, der die Grenzwerte für die durchschnittliche Feinstaubbelastung um ein Vielfaches übersteigen lässt. Was das für unsere Umwelt und auch für unsere Gesundheit bedeutet, erfahren Sie in unserem Magazin!

Schon wieder ist ein Jahr vorbei. In wenigen Tagen sitzen wir mit Freunden und Familie zusammen, um den Jahreswechsel zu feiern. Und es kommt die Zeit, in der wir uns gute Vorsätze machen, von denen wir wissen, dass wir sie nach wenigen Wochen nicht mehr einhalten werden. Einen sinnvollen Vorsatz könnten wir aber schon zu Silvester leicht erfüllen: Weniger Knaller und Raketen würden erheblich dazu beitragen, die enorme Feinstaubbelastung zu verringern.

Wie entsteht Feinstaub?

Schwebstaub, der einen Durchmesser von weniger als 10 µm = 0,01 mm aufweist, wird als Feinstaub kategorisiert. Als Hauptverursacher für diese Belastung gelten Hausbrand, Verkehr, Industrie und auch die Landwirtschaft. Während die Mikropartikel im bodennahen Bereich vor allem durch mechanische Vorgänge wie Gummiabrieb oder Splitt entsteht, wird er natürlich auch bei Verbrennungsprozessen freigesetzt.

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Auch chemische Reaktionen lassen sogenannte Vorläufergase verflüchtigen – Ammoniak, Schwefeldioxid, Stickoxid und andere organische Verbindungen zählen dazu. Sogar natürliche Quellen – zum Beispiel Vulkanausbrüche, Waldbrände oder Winderosion – können eine Feinstaubbelastung verursachen.

Die unsichtbare Gefahr

Der menschliche Körper reagiert sehr empfindlich auf die winzigen Teilchen. Sind die Feinstaubpartikel größer, plagen sie eher unsere oberen und unteren Atemwege. Die Eindringlinge lösen in unserer Lunge eine unangenehme Reizwirkung aus, was zu Entzündungen führen kann. Bis zu einer ernsthaften Störung im Herz-Kreislauf-System ist es dann nur mehr ein kleiner Schritt. Vor allem Menschen mit Atemwegsbeschwerden oder Asthmatiker bekommen bei einer erhöhten Feinstaubkonzentration ziemliche Schwierigkeiten.

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Je kleiner die Partikel sind, desto gefährlicher wirken sie. Ultrafeinstaub ist sogar so winzig, dass er in unsere Lungenbläschen gelangen kann. Über den Luftsauerstoff kommen die schädlichen Partikel in unsere Blutbahn. Das kann zu Entzündungen in den Gefäßen führen und die Gerinnungsneigung des Blutes erhöhen. Vor allem Babys und ältere Menschen, die schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaft, leiden unter diesen Angriffen besonders stark. Aktuelle Forschungen verstärken sogar die Vermutung, dass Feinstaub krebserregend ist.

Silvester: Wenn es knallt und raucht

Raketen, Böller, Feuerwerk – auch das Jahr 2017 werden wir wieder lautstark begrüßen. Doch muss das sein? Fakt ist: Während des Jahreswechsels 2015/2016 wurden in Deutschland knapp 4.000 Tonnen des gefährlichen Feinstaubs in die Atmosphäre gejagt.

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Zum Vergleich: Das entspricht rund 15 % jener Menge, die in einem Jahr durch den KFZ-Verkehr ausgestoßen wird. So wurden an manchen Orten bis zu 1.200 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen. Eine extreme Belastung, wenn wir bedenken, dass der gesetzliche Grenzwert für die durchschnittliche Tagesbelastung bei 50 Mikrogramm festgelegt ist. In Stuttgart wird dieser Wert in einem Jahr an über 30 Tagen überschritten – unter anderem jedes Mal zu Silvester.

Vorsicht bei Inversionswetterlagen

Mit der schlagartigen Erhöhung der Mikropartikelkonzentration in der Atemluft – sowie sie typischerweise am Silvesterabend passiert – kommt unser Organismus besonders schlecht klar. Unsere empfindlichen Atemwege reagieren über – Hustenanfälle, Bronchitis und Asthma sind die Folge. Wie schnell die hohe Feinstaubbelastung nach der Feuerwerksnacht wieder abklingt, ist von den Wetterverhältnissen abhängig. Kräftiger Wind kann helfen, die schädlichen Partikel großräumig zu verteilen.

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Ungünstig sind jedoch die typischen Inversionswetterlagen, wie sie im Winter häufig vorkommen. Dabei ist nicht nur der horizontale, sondern auch der vertikale Luftaustausch beeinträchtigt. Die obere Luftschicht schirmt die unterste ab, wodurch sogenannte Kaltluftblasen entstehen. Wir können uns vorstellen, was passiert, wenn hohe Konzentrationen an Feinstaub zu Silvester in die Luft geschossen werden. Die Schadstoffe halten sich über lange Zeit in unserer Atmosphäre.

Bessere Atemluft durch weniger Raketen

Bis zu 200 Millionen Euro werden in Deutschland zum Jahreswechsel in der Luft geschossen. Das macht zwar Spaß, für unsere Umwelt bedeutet dies aber eine extreme Belastung. Würde es da nicht Sinn machen, neben unserer Geldbörse auch unsere Lebensgrundlage – die Luft – zu schonen?

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Wenn wir auf unser persönliches Feuerwerk verzichten oder es zumindest einschränken, tragen wir aktiv dazu bei, die hohe Feinstaubbelastung an Silvester zu verringern. Weitere positive Nebeneffekte: Wir verursachen weniger Müll und reduzieren den Energieaufwand, der bei der Produktion von Feuerwerkskörpern benötigt wird.

Feinstaub zu Silvester: Wie wir unsere Wohnung schützen

Ausgelassene Glückwünsche, Party, Feuerwerk – gerade während der Silvesterknallerei können wir kaum vermeiden, Haustüren und Fenster offen zu halten. Auf diesem Weg gelangt auch der Feinstaub in unsere Wohnungen. Um die Luft in den Innenräumen zu säubern, setzen Sie am besten leistungsfähige Luftreiniger ein.

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Die modernen Geräte punkten durch ihre Kompaktheit und laufen extrem leise. Ein hocheffizientes Filtersystem schafft es, auch den so gefährlichen Ultrafeinstaub aus der Atemluft zu holen. Um das Klima nach einer heißen Silvesternacht wieder zu erfrischen, macht der Einsatz dieser modernen Klimatechnik tatsächlich Sinn. Natürlich ist ein Luftreiniger an jedem Tag im Jahr ein Garant für gesunde Atemluft.

Geld sparen und die Umwelt schonen

Der Verzicht auf das jährliche Silvesterfeuerwerk mag uns zwar spießig erscheinen, ergibt aber absolut Sinn. Wer also nicht mehr damit einverstanden ist, die eigene Gesundheit und auch jene seiner Mitmenschen zu gefährden, lässt die Knallerei in Zukunft einfach bleiben. Hoffen wir, dass viele vernünftige Ihrem Beispiel folgen.