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Wie viel Luftfeuchtigkeit in der Wohnung ist normal?

Unser aller Heimatplanet rühmt sich, zu 70 Prozent von Wasser bedeckt und zu 100 Prozent von Luft umgeben zu sein. Nicht nur in Deutschland entzünden sich aber regelmäßig hitzige Diskussionen darüber, welche Eigenschaften das lebenswichtige Gasgemisch innerhalb geschlossener Räume aufweisen sollte. Dabei haben sich die Empfehlungen führender Mediziner bezüglich der Zusammensetzung der Raumluft in der Wohnung zuletzt kaum verändert. Welch Relevanz dem Raumklima diesem Zusammenhang zufällt und wie viel Luftfeuchtigkeit in der Wohnung normal ist, betrachten wir etwas näher.

Feucht-fatale Begebenheiten

Es gilt zunächst zu berücksichtigen, dass Mutter Natur ursprünglich nicht vorgesehen hatte, dass ihre Kreation über längere Zeiträume in Innenräumen belassen wird. So setzt sich die Luft in der Atmosphäre überwiegend aus Stickstoff (78%) und Sauerstoff (21%) zusammen, während der Anteil des Kohlenstoffdioxids stabil bei lediglich 0,04 Prozent liegt, da es durch Pflanzen und freiliegende Gesteinsschichten absorbiert wird. In der Wohnung fehlen jene korrigierenden Elemente jedoch weitgehend, wodurch sich durchaus feucht-fatale Bedingungen ergeben können. Dies betrifft zunächst den Umstand, dass bereits die Atemluft einer Person ausreicht, um die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung über die kritische Grenze von 60% ansteigen zu lassen, ab welcher das Wachstum von Schimmel stark begünstigt wird.

Waehrend der Heizperiode
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Besonders während der Heizperiode tritt im Gegenzug allerdings häufig das Problem auf, dass zu wenig Feuchtigkeit in der Raumluft gebunden wird, was einen negativen Effekt aufs menschliche Immunsystem nach sich zieht. Viele Allgemeinmediziner verwenden sogar den Begriff der Kontamination (Verunreinigung), wenn sich die Raumluft in der Wohnung stark kohlenstoffdioxidhaltig erweist. So werden unter anderem Migräneattacken, Übelkeit und chronische Müdigkeit auf jenen Umstand zurückgeführt. Ein weiteres Problemfeld, das sich infolge hoher relativer Luftfeuchtigkeit in der Wohnung auftut, ist die subjektive Wahrnehmung des Raumklimas, die sogenannte „gefühlte Temperatur“. Diese kann bei ungünstigen Bedingungen bis zu 25% von den objektiven Werten abweichen, bewirkt damit aber zumindest keine gesundheitlichen Risiken, sondern „lediglich“ ein unbehagliches Raumklima.

Angesichts jener Auswirkungen stellt sich zwangsläufig die Frage, wie die optimale Raumluft beschaffen sein sollte.

Feucht-fröhliche Begebenheiten

Es gilt zu beachten, dass führende Psychologen die Ansicht vertreten, dass es so etwas wie die „perfekte Raumluft“ im kollektiven Sinne nicht existieren kann. Vielmehr besäße jedes Individuum seine persönliche „Wohlfühlzone“, weshalb die empfohlenen Grenzwerte dafür, wie viel Luftfeuchtigkeit in der Wohnung vorherrschen sollte, ein recht breites Spektrum aufweisen: So gelten in Wohnräumen 40 bis 60% als das erstrebenswerte Ideal, während in der Küche und im Bad kurzfristig auch schon mal 75% erreicht werden dürfen. Bezüglich der optimalen Temperatur weichen die Ansichten noch erheblich weiter voneinander ab.

Luftbefeuchter verbreitet Dampf
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Immerhin scheint aber über das Raumklima im Wohnbereich und im Bad ein allgemeiner Konsens erzielt worden zu sein: Hier sollten dauerhaft 20 bis 23 °C vorherrschen, um feucht-fröhliche Bedingungen zu gewährleisten. Im übrigen Teil der Wohnung darf das Thermostat etwas niedriger eingestellt werden, wenngleich der Minimalwert von 15 °C nicht unterschritten werden sollte. Das Schlafzimmer stellt allerdings einen Sonderfall dar:

Schließlich benötigt fast jeder Mensch eine klar definierte Temperatur, um problemlos einschlafen zu können.

Diese wird in der Regel bei 18 °C taxiert, kann im konkreten Fall jedoch schon mal um ein bis zwei Grad davon abweichen. Jene Differenzen sind nicht zuletzt auch altersbedingt. So bleibt grundsätzlich festzuhalten, dass sehr alte und junge Menschen tendenziell höhere Temperaturen in der Wohnung bevorzugen. Und mit dem Wissen über das perfekte Raumklima sollte es ja nun ein Leichtes sein, dieses dauerhaft herzustellen. Oder nicht?

Die Wege der Raumluft sind nicht unergründlich

Tatsächlich dürfte es keinem durchschnittlich gebildeten Mitteleuropäer schwerfallen, die Innentemperaturen zu ermitteln und mithilfe der Heizungs- bzw. Klimaanlage zu justieren, da solche alltäglichen Tätigkeiten der Allgemeinbildung zuzurechnen sind.

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Um die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung auf einem konstanten Niveau zu halten, sind allerdings schon weiterreichende Maßnahmen und Kenntnisse vonnöten. Dazu sollte man zunächst den Erwerb eines zuverlässigen Hygrometers ins Auge fassen, um die Luftfeuchtigkeit messen zu können. Jene Instrumente gleichen optisch und funktionell herkömmlichen Thermometern uns sind im Netz bzw. im Fachhandel schon für geringe Eurobeträge erhältlich. Als besonders vorteilhaft haben sich dabei Geräte mit Digitalanzeige erwiesen, da sich die Feuchtigkeit damit sehr exakt bestimmen lässt.

Luftentfeuchter: Letztes und effektivstes Hilfsmittel gegen zu hohe Feuchtigkeit

Somit wäre schon mal die Grundlage geschaffen, um der Bildung von Schimmel in der Wohnung vorzubeugen. Schließlich erzielt die relative Feuchtigkeit in den Sommermonaten sehr hohe Werte, die sich selbst durch regelmäßiges Lüften nicht vollständig korrigieren lassen. Als zweite Gegenmaßnahme sollte man daher der Strategie der Natur folgen: Zimmerpflanzen bzw. deren Blumenerde speichern Feuchtigkeit und sorgen zudem für einen konstant hohen Sauerstoffgehalt in der Luft.

Zimmerpflanzen speichern Feuchtigkeit
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An sehr schwülen Tagen wird man aber nicht mehr umhinkommen, den Einsatz automatischer Lüftungsanlagen oder zumindest elektrischer Luftentfeuchter in Betracht zu ziehen. Jene Systeme haben ihren Nutzen im Industriesektor zwar schon über Jahrzehnte hinweg nachgewiesen, finden in Privatgebäuden aber erst seit Inkrafttreten der Energieeinsparverordnung Anwendung. Leistungsstark ist der Brune Dehumid 9. So lässt sich der 250 Watt starke Entfeuchter frei in der Wohnung platzieren, damit er dort stündlich bis zu 260 Kubikmeter Luft optimiert.

Luftentfeuchter Dehumid 9

Als weiteren Pluspunkt darf der Dehumid 9 für sich verbuchen, dass er über ein integriertes Hygrometer verfügt, mit dem sich die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung messen und konkret einstellen lässt. Um dem Wachstum von schwarzem Schimmel entgegenzuwirken, dürften moderne Entfeuchter dann aber doch etwas überdimensioniert wirken. Schließlich werden in der Regel nur die Wandflächen von dessen Sporen besiedelt, deren Wärmedämmung suboptimal ausgeführt wurde. Diese Abschnitte repräsentieren in den Wintermonaten die kühlsten Stellen des Hauses, weshalb die in der Luft vorhandene Feuchtigkeit ausschließlich dort kondensiert.

Zufuhr von Frischluft
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Jene Unannehmlichkeiten lassen sich durch regelmäßige Zufuhr von Frischluft und den gezielten Einsatz einiger Zimmerpflanzen aber restlos umgehen. Über die zweite Problematik der kalten Jahreszeit lässt sich das leider nicht sagen.

Luftbefeuchter: Der Winter kann kommen

Diese ist in der Wirkungsweise moderner Heizungsanlagen begründet, bei der im Prinzip ein geschlossener Luftkreislauf gebildet wird. Der entscheidende Nachteil besteht darin, dass mit der erhitzten Luft auch zahlreiche Staubpartikel in der Wohnung zirkulieren, die große Teile der Luftfeuchtigkeit binden.

Um nicht zuletzt gesundheitliche Folgeschäden zu vermeiden, muss der Flüssigkeitsverlust anschließend wieder ausgeglichen werden.

Eine Option wäre es nun, die Fenster zu öffnen, was auf lange Sicht allerdings die Heizkosten explodieren ließe. Daher kommen an dieser Stelle moderne Luftbefeuchter ins Spiel, die im Idealfall für kleinere Wohnungen konstruiert und kompatibel mit zentralen Lüftungssystemen sein sollten.

luftbefeuchter-b-125

Beide Eigenschaften vereint der Brune B 125, der mit einer Leistungsaufnahme von nur 25 Watt in Räumen mit einem Fassungsvermögen von bis zu 140 Kubikmetern eingesetzt werden kann. Im Gesamtpaket bietet sich eine effektive Möglichkeit, die Luftfeuchtigkeit in der Wohnung während der Heizperiode zuverlässig zu justieren.