© BestForYou – stock.adobe.com

Maßnahmen zur Luftreinhaltung

« Das ist wichtig für gesundes Wohnklima »

Möglichst reine Luft ist ein wesentlicher Faktor für gesundes Wohnklima in Innenräumen. Allerdings können mehrere Faktoren die Raumluft verschlechtern. Deshalb werden in Wohnungen bisweilen Maßnahmen zur Luftreinhaltung wichtig. Manchmal hilft bereits ein häufigeres Lüften. In anderen Fällen sollte man aber Geräte wie Luftbefeuchter oder Luftreiniger nutzen.

Was bedeutet „reine“ Luft eigentlich?

Eine exakte und für alle Situationen gültige Definition von Luftreinheit existiert nicht. Man kann komplett reine Luft zum Beispiel so definieren, dass es sich um Atemluft ohne jeden Fremdpartikel handelt. Also ohne Stoffe, die nicht zu den natürlichen Luftbestandteilen gehören. Dabei muss man sich aber stets bewusst sein, dass komplette Luftreinheit praktisch unmöglich ist. Selbst in sogenannten Reinräumen, an deren Luftreinheit man höchste Anforderungen stellt, definiert die DIN EN ISO 14644-1 „nur“ strenge Grenzwerte.

luftreinhaltung-produktion-makkaroni
© Seventyfour – stock.adobe.com

Reinräume werden zum Beispiel für bestimmte Produktionsprozesse genutzt, bei denen verunreinigte Luft sehr schnell zu Störungen führen würde. In Wohnungen sind die Anforderungen weniger stark. Hier geht es bei hoher Luftreinheit vor allem um möglichst wenige Fremdpartikel, die die Gesundheit der im Raum anwesenden Menschen beeinträchtigen könnten. Dazu gehören unter anderem feinste Stäube. Sie sind bereits aufgrund ihrer sehr geringen Größe gesundheitsgefährdend, da sie in feinste Verästelungen der Lunge eindringen können.

Problematisch sind daneben Schadstoffe, die durch Rauchen oder Straßenverkehr in die Raumluft gelangen können.

Zudem gibt es Allergene, die nur bei einigen Menschen die Gesundheit beinträchtigen. Mögliche Auslöser einer Allergie sind unter anderem Pflanzenpollen, Pilzsporen, der Kot der Hausstaubmilbe (Hausstauballergie) und Tierhaare.

Es geht nicht alleine um Fremdpartikel

Fremdpartikel können sowohl von außen wie innerhalb des Raums in unsere Atemluft gelangen, etwa durch Baustoffe, Möbel oder Textilien. Enthält die Raumluft viele der bereits genannten Fremdpartikel, kann das für Menschen schnell zu einem Problem werden und eine effektive Luftreinhaltung notwendig machen. Umgekehrt bedeutet eine geringe Konzentration an Fremdpartikeln aber nicht automatisch, dass es sich um gesunde Luft handelt.

Fremdpartikel koennen auch durch Baustoffe, Moebel oder Textilien in unsere Atemluft gelangen
© Photographee.eu – stock.adobe.com

Lüftet man einen Raum nicht ausreichend oft, kann beispielsweise der Anteil von Kohlenstoffdioxid (CO2-Gehalt) in der Luft ansteigen. CO2 Moleküle sind zwar keine Fremdpartikel, weil sie ein natürlicher Bestandteil unserer Atemluft sind. Ihr normaler Anteil liegt jedoch nur bei etwa 0,04 Prozent. Steigt der Anteil, können Kopfschmerzen, Konzentrationsschwäche und Unwohlsein Folgen sein.

Bisweilen sind Maßnahmen zur Luftreinhaltung wichtig

In einem gewerblichen Umfeld kann Luftreinhaltung wichtig sein, um in den bereits erwähnten Reinräumen optimale Produktionsbedingungen zu schaffen. Aber auch im Wohnumfeld sollte man auf gesundes Wohnklima achten. Laut Aussage des Ausschusses für Innenraumrichtwerte beim Umweltbundesamt verbringen Menschen in Mitteleuropa durchschnittlich 90 Prozent ihrer Zeit in Innenräumen.

Sie atmen dort, so der Ausschuss weiter, täglich etwa zehn bis zwanzig Kubikmeter Luft ein. Das entspricht einer Masse von zwölf bis 24 Kilogramm.

Ist der Raum belastet, wird das schnell auch zu einer Belastung für den Menschen. Deshalb definiert der Ausschuss für einzelne Schadstoffe Innenraum-Richtwerte, die nicht überschritten werden sollen. Und deshalb sind bisweilen Maßnahmen zur Luftreinhaltung in Wohnungen wichtig, um eine ausreichend gute Luftreinheit zu garantieren. Wichtig sind solche Maßnahmen einerseits vor allem, wenn die Luft stark mit Fremdpartikeln belastet ist. Das kann etwa in Wohnhäusern an stark befahrenen Straßen der Fall sein. Andererseits kommt es auf die Gesundheit und die körperliche Konstitution der Menschen im Raum an.

Bei Kindern im Raum sollte man generell etwas hoehere Anforderungen an die Luftqualitaet definieren
© deagreez – stock.adobe.com

Bei Kindern im Raum sollte man generell etwas höhere Anforderungen an die Luftqualität definieren. Kinder atmen in der gleichen Zeit häufiger ein und aus als Erwachsene und können Schadstoffe weniger gut „entgiften“, schreibt etwa die Verbraucherzentrale dazu. Die Wirkung potenzieller Allergene in der Raumluft ist ebenfalls davon abhängig, wer ihnen ausgesetzt ist. Problematisch sind sie schließlich nur für diejenigen Allergiker, bei denen sie allergische Reaktionen auslösen.

Manchmal ist alles ganz einfach

Manchmal reicht es für eine notwendige Luftreinhaltung und ein gesundes Wohnklima bereits aus, wenn man sein Verhalten in der Wohnung verändert. Ein sehr einfaches Beispiel ist der Raucher, der sich zumindest das Rauchen im Wohnraum abgewöhnt.

Generell sollte man zudem beim Kauf von Möbeln, Wohnaccessoires und Baumaterialien bei Sanierungen darauf achten, schadstoffarme Produkte zu kaufen. Umweltzeichen wie der Blaue Engel können dabei helfen.

Ein verändertes Lüftungsverhalten ist manchmal ebenfalls wirkungsvoll. Das hängt aber davon ab, ob Schadstoffe von innen oder außen in die Raumluft gelangen. Entstehen sie im Rauminneren, bringt das Lüften eventuell eine Verbesserung. Kommen Schadstoffe dagegen verstärkt von außen, ist das nicht der Fall. An oftmals stark befahrenen Straßen sollte man deshalb zu Zeiten lüften, in denen das Verkehrsaufkommen weniger hoch ist.

Elektrische Geräte zur Luftreinigung

Bisweilen reichen die vorgestellten Maßnahmen zur Luftreinhaltung nicht aus, um ein gesundes Wohnklima zu schaffen. Dann kann professionelle Klimatechnik bei dieser Aufgabe unterstützen. Bei einer sehr trockenen Raumluft mit einer Luftfeuchtigkeit von deutlich weniger als 40 Prozent ist mitunter bereits ein Luftbefeuchter hilfreich. Wird die Luft feuchter, sinken Schwebeteilchen in ihr schneller zu Boden. Sie werden deshalb auch seltener eingeatmet und können seltener schädlich wirken.

luftbefeuchter-b-125

Ein Beispiel für ein passendes Luftbefeuchtungsgerät ist der B125 von Brune, der bis zu 140 Kubikmeter große Räume befeuchten kann. Noch besser als Befeuchter sind oftmals Luftreiniger zur Luftreinhaltung. Geräte wie der PH28 können die Luft zwar ebenfalls befeuchten. Allerdings lassen sie sich zur Luftreinhaltung für ein gesundes Wohnklima zusätzlich mit einem sehr feinen Filtersystem ausstatten.

luftreiniger-defensor-ph28

Dieser sogenannte Quattro-Filter filtert selbst Staubpartikel, die nur 0,1 Mikrometer groß sind. Das entspricht einem Zehntausendstel Millimeter. Mit der integrierten Aktivkohleschicht entfernt das Filtersystem zudem selbst schlechte Gerüche aus der Raumluft. Der Einsatz des Luftreinigers gehört damit zu den effektivsten Maßnahmen zur Luftreinhaltung.