© Elnur / Fotolia.com

Luftreiniger im Test

« Leistungsstarke Reinigungsgeräte im Blickpunkt »

Ein Luftreinigungsgerät befreit die Luft von störenden Fremdpartikeln. Als Kombigerät (Luftreiniger und Luftbefeuchter) kann es zudem zu trockene Luft in einem Raum verhindern. Der folgende Luftreiniger-Test stellt zwei dieser Geräte vor. Er nennt Gemeinsamkeiten und Unterschiede und zeigt so auch, worauf es beim Kauf der Luftreinigungsgeräte ankommen kann.

Luftreinigung: Filtern und Ionisieren.

Luft zu reinigen, ist mit Filtersystemen möglich. Hier unterscheidet man Filterarten wie Grobstaubfilter und Geruchsfilter. Brune bietet für die Defensor Luftreiniger im Test sowohl Grobstaub- als auch sogenannte Quattrofilter an. Sie entfernen feineren Staub, Pollen und andere Fremdpartikel in der Luft sowie dank Aktivkohle auch Gerüche. Die Aktivkohle ist ein sehr poröses Material. Im Aktivkohlefilter setzen sich daher selbst winziger Staub und Geruchspartikel in den Poren ab.

Sommer-Aktivkohle-Verdunstermatte Z57 fuer Luftreiniger PH15 und PH28 Winter-Verdunstermatte Z87 fuer Luftreiniger PH15 und PH28

Silberionisierung ist eine weitere Methode, um die Atemluft von unerwünschten Fremdkörpern zu befreien. Hier geht es vor allem darum, die Zahl der Keime zu reduzieren. Ionen sind positiv geladene Teilchen, die sich an die Zellwände von Bakterien setzen und sie zerstören. Bei einem Luftreinigungsgerät, das zusätzlich befeuchtet, wird das Wasser ionisiert, sodass es die Keime in der befeuchteten Atemluft abtötet. Einen gewissen reinigenden Effekt kann letztlich auch die Luftbefeuchtung selbst haben, da sich Staub in Räumen mit höherer Luftfeuchtigkeit schlechter ausbreitet.

PH 15 und PH 28: Geräte mit Winter- und Sommermodus.

Bei den hier im Test vorgestellten Geräten Defensor PH 15 und PH 28 unterscheiden wir zwischen einem Winter- und einem Sommermodus. Im Winter dominiert die Funktion als Luftbefeuchter, während im Sommer die Luftreinigung in den Vordergrund rückt. Für sie kann man sehr einfach und in kurzer Zeit ein Sommer-Filterset in die Luftreinigungsgeräte von Defensor PH 28 und PH 15 einsetzen.

Luftreiniger im Test Defensor PH15Beim Defensor PH 15 besteht das Set aus einem Grobstaub- und einem Quattrofilter sowie einer Aktivkohle-Verdunstermatte. Sie sorgt dafür, dass der einströmenden Luft Feuchtigkeit zugefügt und zugleich Fremdpartikel entnommen werden.

Beim Gerät PH 28 bilden zwei Quattrofilter und die Aktivkohle-Verdunstermatte das Sommer-Set.

Silberionisierung ist beim Luftreinigungsgerät Defensor PH 28 bereits ins Standardgerät integriert, während sie beim PH 15 als Option dazugekauft werden kann.

Beide Geräte im Test lassen sich einerseits nur zur Luftreinigung oder zur Luftbefeuchtung einsetzen, andererseits auch als Kombi, die die Luft zugleich reinigt und befeuchtet.

Der Hauptunterschied liegt in der Leistung

Bisher überwiegt die Gemeinsamkeit der Klimatechnik im Test. Größere Unterschiede offenbaren sich in der Leistung. Beide Geräte haben vier Leistungsstufen und während der Defensor PH 15 auf Stufe 4 „nur“ 340 m³/Stunde Luft umwälzt, schafft der PH 28 auf derselben Stufe mit 750 m³/Stunde mehr als doppelt so viel. Die Leistung bei der Luftbefeuchtung liegt auf Stufe 4 beim Defensor PH 15 bei 25 Grad Celsius und 20 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit bei 1,7 Liter/Stunde. Dagegen schafft der PH 28 auf Stufe 4 bei denselben Bedingungen 2,7 Liter/Stunde.

Luftreiniger im Test Defensor PH28Bedeutet das, dass der Defensor PH 28 immer die beste Wahl ist?

Nein. Der Brune PH 28 Luftreiniger ist im Vergleich zum Defensor PH 15 auch das Gerät mit dem höheren Preis und einem höheren Stromverbrauch.

Beide Luftreinigungsgeräte im Test sind energieeffizient, aber wenn die Leistung des PH 15 ausreicht, ist das Gerät oft die bessere Wahl im Vergleich mit dem leistungsstärkeren.

Besonders in sehr großen Räumen sind aber ohnehin Gerätekombinationen oft besser als ein Einzelgerät, sodass man sich zum Beispiel am besten für einen PH 15 und einen PH 28 oder für eine andere Kombination entscheidet.

Beide Luftreiniger sind automatisierbar! Und Teamplayer!

Beide Luftreiniger im Test lassen sich bei der Luftbefeuchtung automatisieren. Bereits bei den Standardvarianten kann man vorab einstellen, zu welchen Zeiten die Geräte automatisch laufen sollen. Beide verfügen darüber hinaus über einen eingebauten Sensor, der die Luftfeuchtigkeit in der Umgebung misst. Im Gerät kann sie mit einem eingestellten Soll-Wert verglichen werden. Liegt der Ist-Wert unter dem Soll-Wert, wird die Luft befeuchtet. Zudem kann man beide mit einem Funkhygrostat ausrüsten, der die Luftfeuchtigkeit an einem Ort der Wahl misst und den Wert dann ans Gerät übermittelt.

Mehrere der beiden Luftreiniger im Test kann man via Funk über einen drahtlosen externen Fühler miteinander verbinden, um so das Klima in besonders großen Räumen zu optimieren.

Bei der Luftoptimierung in großen Hallen spielt nicht zuletzt die Positionierung der Geräte im Raum eine Rolle. Es kann bisweilen sinnvoller sein, zwei PH 15 an zwei verschiedenen Stellen eines großen Raums einzusetzen als ein zentral aufgestelltes PH 28 Luftreinigungsgerät.

Test von Zubehör und Technik für mehr Komfort und Sicherheit

Beide Luftreinigungsgeräte besitzen in der Standardausführung einen Tank für Wasser, mit dem die Luft befeuchtet wird. Beim PH 15 fasst er 20 Liter, beim PH 28 dagegen 30 Liter. Bei beiden Geräten kann man den Tank bequem zum nächsten Wasserhahn rollen, was den Komfort steigert. Beide existieren jedoch auch in einer Variante PH 15A bzw. PH 28A mit einer automatischen Wasserzufuhr. Das ist noch bequemer, weil niemand Wasser manuell nachfüllen muss.

Bodenwanne als Ersatzteil fuer PH28

Bei diesen Gerätevarianten ist es jedoch empfehlenswert, zugleich Sicherheitstechnik wie Lecksensoren und Auffangwannen zu nutzen. So verhindert man Wasserschäden, wenn es einmal zu einem Leck in der Wasserversorgung kommt. Integriert in beide Luftreinigungsgeräte ist eine Tastensperre. Sie ist vor allem beim Einsatz der Luftreiniger in Räumen wie Museen, großen Galerien oder Produktionshallen sinnvoll, damit nur befugte Personen die Geräteeinstellungen ändern können.

Luftreiniger im Test: ein Fazit

Wie so oft bei einem Test, lässt sich auch in diesem Fall kein eindeutiger Sieger ermitteln. Der PH 28 ist eindeutig das leistungsstärkere Gerät, aber deshalb nicht immer die bessere Wahl. Der PH 15 ist günstiger. Und obwohl beide Geräte energieeffizient arbeiten, verbraucht der in der Leistung schwächere PH 15 weniger Energie. Potenzielle Käufer sollten die Wahl der Luftreinigungsgeräte daher einerseits von der Größe des Raums abhängig machen, dessen Atemluft gereinigt und/oder befeuchtet werden soll.

Luftreiniger fuer die Wohnung
© 2mmedia / Fotolia.com

Andererseits sollten sie vor dem Kauf überlegen, welche Art der Luftreinigung für sie eigentlich sinnvoll ist. Dann besteht eine gute Chance, die richtige Wahl zu treffen. Und wenn man sich unsicher ist? Dann helfen Fachleute gerne bei der Auswahl weiter.