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Luftreiniger in Raucherwohnungen

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Bekommt man eine Raucherwohnung rauchfrei? Zumindest lassen sich mit adäquaten Maßnahmen Rauch und Rauchgeruch weitgehend entfernen. An erster Stellen steht das Lüften, um die Wohnräume mit Frischluft zu versorgen. Eine weitere Möglichkeit besteht im Einsatz eines Luftreinigers. Wie solch ein Reinigungsgerät dabei helfen kann, ein gutes Raumklima zu schaffen, erklären wir Ihnen.

Rauchgeruch entfernen: Warum eigentlich?

Zigarettenrauch ist für viele Menschen einfach unangenehm. Oft empfinden gerade Nichtraucher diesen als eine empfindliche Störung und rümpfen sich unweigerlich die Nasen, wenn sie eine Raucherwohnung betreten. Raucher hingegen nehmen den Geruch bisweilen gar nicht mehr bewusst wahr. Aber es geht um mehr als „nur“ um ein Raumklima ohne unangenehme Gerüche. Zigarettenrauch und das damit verbundene Passivrauchen können sehr schädlich für die menschliche Gesundheit sein.

Zigarettenrauch wirkt sich negativ auf Raucher und besonders auf Passivraucher aus
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Zahlen dazu liefert die Broschüre „Schutz der Familie vor Tabakrauch“ des Deutschen Krebsforschungszentrums aus Heidelberg. Laut Broschüre besteht Zigarettenrauch aus mindestens 250 toxischen Substanzen. 90 der Inhaltsstoffe seien bisher als krebserzeugend oder eventuell krebserzeugend eingestuft worden, heißt es. Darüber hinaus weist sie darauf hin, dass die Toxizität von Tabakrauch mit der Zeit zunehme, weil sich die Konzentration manch eines problematischen Stoffes durch chemische Reaktionen erhöht und weil andere schädliche Stoffe neu entstehen.

Laut der Website des Deutschen Krebsforschungszentrums führt Passivrauchen jährlich zu 2.150 toten Nichtrauchern, die durch eine koronare Herzkrankheit sterben. Bei 770 Nichtrauchern pro Jahr ist Passivrauchen für einen tödlichen Schlaganfall verantwortlich.

Manchmal helfen bereits kleine Maßnahmen gegen Rauchgeruch

Es muss nicht immer gleich der Luftreiniger für die Raucherwohnung sein, um die Belastung des Raumklimas durch Giftstoffe zu reduzieren. Einerseits kann man sich dazu entschließen, fortan nur noch auf dem Balkon oder außerhalb der Wohnung zu rauchen. Vielleicht hört man sogar komplett mit dem Rauchen auf? Selbst wer das bereits mehrfach erfolglos probiert hat, sollte womöglich nochmals einen Versuch starten. Tipps dafür gibt beispielsweise die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unter dem Menüpunkt „Förderung des Nichtrauchens“ auf ihrer Website. Wer nicht aufhören kann und auch seine eigene Wohnung nicht zur rauchfreien Zone erklären möchte, kann zumindest deutlich häufiger als ein Nichtraucher lüften, um die belastete Luft gegen Frischluft auszutauschen.

Öfters Lüften kann gegen den muffigen Rauchgeruch helfen
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Möchte man eine Raucherwohnung lüften, gilt wie sonst auch: Es reicht nicht, das Fenster nur zu kippen. Man sollte es für die Zeit des Lüftens möglichst komplett öffnen. Als besonders empfehlenswert gilt das Stoßlüften – am besten zwei Mal am Tag jeweils ungefähr für zehn Minuten.

Weitere Möglichkeiten, um den typischen Rauchgeruch zu entfernen, der in einer Wohnung vorherrscht: Man sollte Heimtextilien wie Teppiche und Vorhänge etwas häufiger waschen, sodass der Rauchgeruch das Raumklima nicht über einen allzu langen Zeitraum beeinträchtigt.

Manchmal muss es dann doch ein Luftreiniger sein

Manchmal reichen alle bisher beschriebenen Maßnahmen bisweilen nicht aus. Das gilt insbesondere, wenn viele der täglich konsumierten Zigaretten innerhalb der Wohnung geraucht werden und wenn die Wohnung – zum Beispiel aufgrund kalter Außentemperaturen – nur unzureichend gelüftet wird. In solchen Fällen sollte man dann doch über einen Luftreiniger für die Raucherwohnung nachdenken.

Ein Luftreiniger ist eine gute Anschaffung für die Racuherwohnung
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Zwar besitzen auch Luftbefeuchter meistens Luftfiltersysteme, aber die reichen in der Regel nicht aus, verfügen sie häufig nur über Grobfilter. Diese Filter filtern große Staubpartikel aus der Luft, was für die reine Luftbefeuchtung definitiv ausreicht. Um für ein gutes Raumklima zu sorgen, muss man dann aber doch bessere Filter einsetzen. Manche Befeuchtungsgeräte wie der B 500 Professional von Brune lassen sich zusätzlich mit einem Aktivkohle-Filterset ausrüsten. Sie sind dann zugleich Luftreiniger und Luftbefeuchter. Für normale Wohnräume ist ein derart leistungsstarkes Gerät wie der B 500 Professional aber eindeutig überdimensioniert. Deshalb setzt man besser auf andere Luftreiniger für die Raucherwohnung.

Spezialfilter filtern selbst Gerüche und Viren aus der Luft

Die Reinigungsgeräte Defensor PH15 und Defensor PH28 sind ebenfalls zugleich Luftreiniger und Luftbefeuchter. Und ihre Leistungsstärke ist optimal für normale Wohnungen. Die beiden Funktionen „Luftreinigung“ und „Luftbefeuchtung“ können einzeln oder aber gleichzeitig laufen. Als Reiniger enthalten die Geräte einen sogenannten Quattro-Filter. Dieser Filter kann Staubpartikel mit einer Größe von nur 0,1 Mikrometer aus der Luft filtern. Das entspricht einem Zehntausendstel Millimeter. Und die Aktivkohleschicht des Quattro-Filters entfernt in einer Raucherwohnung selbst den Rauchgeruch. Das liegt an der immens großen inneren Oberfläche der Aktivkohle. Aktivkohle besitzt eine Fülle von Poren, in denen feinste aus der Luft herausgefilterte Partikel gespeichert werden.

Luftreiniger Defensor PH15 Luftreiniger Defensor PH28

Wichtig ist es, die Filtereinheiten regelmäßig zu wechseln. Die Bedienungsanleitung der Geräte Defensor PH15 und Defensor PH28 empfiehlt eine Reinigung der Filter alle zwei Wochen. Austauschen soll man die Filtereinheiten, wenn das Gerät eine entsprechende Warnung anzeigt oder spätestens nach sechs Monaten. Allerdings weist der Hersteller auch darauf hin, dass sich sowohl das Reinigungs- als auch das Austauschintervall bei stark belasteter Raumluft verkürzen. Und klar ist, dass Raumluft mit einem starken Rauchgeruch definitiv stark belastet ist.

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Das Beste ist ein Maßnahmenmix

Verzichtet man fast komplett darauf, seine Raucherwohnung zu lüften und mit Rauch gesättigte Heimtextilien zu waschen, stößt unter Umständen selbst das beste Luftreinigungsgerät schnell an seine Grenzen. Deshalb entscheidet man sich am besten immer für Kombination verschiedener Maßnahmen. Der Luftreiniger für die Raucherwohnung kann eine sehr wichtige Rolle in diesem Maßnahmenmix spielen. Er darf aber nicht die einzige Option sein.