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Putz trocknen

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Putz muss trocknen. Das ist sowohl bei einem Neubau als auch beim Verputzen während einer Altbausanierung wichtig. Die Trocknung sollte schnell erfolgen, damit man möglichst bald mit Folgearbeiten beginnen kann und anschließend in gesunder Umgebung wohnt. Sie darf zugleich nicht zu schnell ablaufen, weil sich ansonsten eventuell Risse in der Putzschicht bilden. Doch wie sollte man genau vorgehen? Und wie können Luftentfeuchter bzw. Bautrockner helfen?

Was ist eigentlich Putz?

Putz ist einerseits der Begriff für eine Deckschicht auf Innen- und Außenwänden sowie Raumdecken. Andererseits steht der Begriff für das Material, mit dem man diese Schicht herstellt. Man unterscheidet heute unter anderem Nass- und Trockenputz. Ein klassischer Nassputz besteht aus einer Gesteinskörnung, einem Bindemittel und Wasser.

Der an Wände oder Decken aufgebrachte Nassputz gibt das Wasser an die Umgebungsluft ab. Dadurch steigt die relative Luftfeuchtigkeit oft über das optimale Maß hinaus, das bei etwa 40 bis 60 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit liegt.

Wie lange muss Putz trocknen?

Es gibt eine sehr grobe Faustformel: Pro Millimeter Putzschicht verlängert sich die Trocknungszeit um einen Tag. Aber das kann wirklich nur ein Richtwert sein, weil die tatsächliche Trocknungszeit von vielen Faktoren abhängt. Besteht die Putzschicht aus mehreren Lagen wie Unter- und Oberputz, verlängert sich die Zeit bis zur ausreichenden Trocknung. Die konkreten Bestandteile der Putze spielen ebenfalls eine Rolle. Bei einer Putzart mit einem hohen Kalkanteil ist die Trocknungszeit tendenziell etwas höher. Wichtig ist einerseits die Standzeit des Putzes.

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Als Standzeit bezeichnet man die Phase bis zu dem Zeitpunkt, an dem man die Putzschicht weiterbearbeiten kann. Mit Ende der Standzeit lässt sich eine verputzte Wand also beispielsweise tapezieren oder streichen. Andererseits ist nicht alleine die Standzeit wichtig. Lässt man die Putzschicht in keiner Weise künstlich trocknen und wartet einfach auf eine natürliche Trocknung, bleibt auch über die Standzeit hinaus erst einmal viel Feuchtigkeit im Putz. Diese Feuchtigkeit kann in der Folgezeit beispielsweise zu Schimmel an einer verputzten und vielleicht tapezierten Stelle verführen, weil Wasser, Wärme und organische Substanzen einen idealen Nährboden für die Pilze bieten.

Trockene Luft hilft, Putz zu trocknen

Trockene Luft nimmt mehr Feuchtigkeit auf als feuchtere derselben Temperatur. Die Temperatur spielt beim Prozess eine Rolle, weil wärmere Luft mehr Feuchtigkeit speichern kann als kältere. Trocknet man die Luft in einem Raum mit frisch verputzten Wänden beispielsweise mit einem Luftentfeuchter, kann sie in derselben Zeit X eine größere Menge an Feuchtigkeit aus dem Putz aufnehmen, sodass er schneller trocknet.

Die von der Luft aufgenommene Feuchtigkeit durchströmt dann wieder das Luftentfeuchtungsgerät, wo ihr erneut Feuchtigkeit entzogen wird. So kann sie wieder verstärkt Wasser aus der Raumluft aufnehmen und der Kreislauf beginnt erneut.

Bautrockner sind besser als nur Heizen und Lüften

Besonders leistungsfähige Luftentfeuchter, die sich zur Bauentfeuchtung eignen, werden Bautrockner genannt. Natürlich muss man diese Geräte nicht zwangsläufig verwenden, wenn man Putz trocknen möchte. Alternativ kann man auch nur lüften oder lüften und heizen. Lüften funktioniert allerdings nur dann als gute Trocknungsmethode, wenn die Luftfeuchtigkeit draußen geringer ist als im Innenraum. Ist das der Fall, unterstützt jedes Lüften die Trocknung: Feuchtere Luft strömt aus dem Raum hinaus, trocknere hinein.

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Sie kann wieder verstärkt Wasser aus der verputzten Fläche aufnehmen. Die Sache funktioniert. Aber sie dauert. Schneller geht es, wenn man lüftet und zugleich ein Heizgerät aufstellt. Durch das Heizen erwärmt sich die Raumluft. Sie speichert dadurch mehr Feuchtigkeit, was ebenfalls die Trocknungszeit verkürzt. Allerdings dauert auch dieser Prozess noch relativ lange und das erhöht die Energiekosten für den Betrieb des Heizgeräts bisweilen deutlich. Ein Heizgerät einzusetzen, ist auch bei der Arbeit mit einem Bautrockner sinnvoll. Aber die Einsatzzeit ist deutlich kürzer, sodass trotz des zusätzlichen Stromverbrauchers am Ende weniger Energie gebraucht wird.

Schonend trocknen ist wichtig

Bei frisch aufgebrachtem Gips- oder Zementputz kann man in der Regel nach ein bis zwei Tagen mit der künstlichen Trocknung beginnen. Unterstützen lässt sich die Arbeit des Geräts zur Bautrocknung – wie bereits geschildert – bisweilen durch ein Heizgerät sowie durch einen Ventilator. Fachleute sprechen davon, dass die Kombination mit einem Ventilator den Trocknungsprozess um etwa 30 Prozent beschleunigt. Die Luft wird stärker bewegt und dadurch gleichmäßiger mit Feuchtigkeit angereichert.

Frisch verlegter Estrich im Rohbau
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Wichtig ist eine schonende Trocknung. Dafür sollte man die Leistung des Bautrockners an die jeweilige Aufgabe anpassen. Ansonsten trocknet die Putzschicht zu schnell und es entstehen möglicherweise Risse an der Oberfläche. Zugleich können feine Kapillare im Putz unterbrochen werden, sodass der Feuchtetransport von innen nach außen in der Putzschicht nicht mehr richtig funktioniert. Dann lässt man vielleicht den Putz trocknen, bis er oberflächlich völlig trocken wirkt, wobei er in tieferen Schichten noch relativ feucht bleibt. Schäden sind auch in diesem Fall nicht auszuschließen.

Leistungsstarker Bautrockner: der Dehumid BT

Ein Beispiel für einen Luftentfeuchter, mit dem man Putze und Estriche sehr gut trocken bekommt, ist der Dehumid BT. Der Bautrockner ist relativ kompakt und zugleich leistungsstark. Seine Entfeuchtungsleistung liegt in einer Beispielumgebung mit 25 Grad Celsius Raumtemperatur und einer relativen Luftfeuchtigkeit von 60 Prozent bei 36 Litern pro Tag.

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Der Dehumid BT eignet sich für Räume bis zu einer Größe von 600 Kubikmetern und kann in Umgebungstemperaturen von 0 bis 35 Grad Celsius arbeiten. Bei Bautrocknern ist es besonders wichtig, dass sie auch bei niedrigen Temperaturen funktionieren. So ist eine effiziente Leistung auch bei relativ widrigen Umständen gewährleistet.