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Durchatmen mit dem Raumluftreiniger

« Hygienisch einwandfreie Luftbefeuchtung sorgt für gesündere Raumluft »

Luftreiniger aller Art haben in Krisenzeiten grundsätzlich Hochkonjunktur. Die seit Dezember 2019 grassierenden Corona-Keime haben also auch in Deutschland das Bewusstsein für die Notwendigkeit hygienisch reiner Raumluft nachhaltig gestärkt. Doch wie effektiv wirken moderne Raumluftreiniger gegen Keime und welche Techniken kommen dabei zum Einsatz?

Die Defensor-Serie  Luftreiniger und Befeuchter in einem

Wie effektiv Luftreiniger sind, lässt sich nicht pauschal beantworten. Dafür tummeln sich zu viele Modelle auf dem Markt. In der Praxis hat sich jedoch gezeigt, dass Raumluftreiniger Keime und andere Schadstoffe nur dann wirksam reduzieren können, wenn sie gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit regulieren, sprich die Funktion eines Luftbefeuchters mit übernehmen. Derartige Kombigeräte bedienen sich fortschrittlicher Methoden zur Dekontaminierung, wie etwa der Ionisierung oder UV-Bestrahlung des Wassers. Hierdurch verdrängen sie klassische Raumluftreiniger zunehmend aus deutschen Wohnungen und Betriebsstätten.

Die Defensor-Serie ist hierfür ein gutes Beispiel: Die Luftreiniger mit den Modellbezeichnungen PH15 und PH28 decken das Raumvolumen von 280-900 Kubikmetern ab. Der Hersteller verspricht seinen Kunden ein hygienisch reines Raumklima und optimale Luftfeuchtigkeit. Hierbei kommt sowohl innovative als auch bewährte Technik zum Einsatz.

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Mobile Komfortverdunster der Neuzeit

Das bezieht sich zunächst auf die Befeuchtungsfunktion. Sie gliedert sich in die folgenden vier Einzelkomponenten:

Hygrometer/Sensor

Die Messinstrumente bilden das Herzstück der Steuerung und ermitteln jeweils unabhängig voneinander die Temperatur und Luftfeuchtigkeit im Raum. Dabei werden die Schwankungen in der elektrischen Leitfähigkeit der Raumluft registriert und an Mikrochips übermittelt, die dann die Rechenarbeit übernehmen. Diese Technik gilt mittlerweile als Standausführung und ist die Grundvoraussetzung für den vollautomatischen Betrieb beim modernen Raumluftreiniger.

Wassertank

Er fasst 20-30 Liter und muss für gewöhnlich von Hand nachgefüllt werden. Der Defensor lässt sich auf Wunsch allerdings auch mit einem fixen Wasseranschluss nachrüsten, was vor allem im betrieblichen Umfeld einen erheblichen Vorteil darstellt.

Befeuchtungsmatte

Sie ist in den Tank eingelassen und speichert größere Mengen Wasser. Auf diese Art wird eine möglichst hohe Oberfläche bereitgestellt, die per natürlicher Verdunstung aufs Raumklima einwirkt.

Gebläse

Damit der Prozess recht zügig abläuft, erzeugt der Luftreiniger einen beständigen Luftstrom, der das Gas-Wasser-Gemisch im ganzen Raum verteilt.

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Dazu gesellt sich das Filtersystem, das der Befeuchtungsmatte vorgeschaltet ist. Keime und andere Schadstoffe müssen hier aufgehalten werden, wozu moderne Raumluftreiniger auf HEPA-Filter setzen. Damit sie auf Dauer hygienisch und effektiv wirken können, müssen sie regelmäßig ausgetauscht werden. Die Haltbarkeit der Filter richtet sich nach der durchschnittlichen Betriebsdauer der Luftreiniger und schwankt daher zwischen einem und sechs Monaten.

Die Welt der Keime und Hausstaubmilben

Dass dieser Punkt nicht unterschätzt werden darf, steht außer Frage. So sondert jeder Mensch über seine Atemluft stündlich etwa 1 Mio. Mikroben und Keime ab. Eine Studiengruppe der University of Oregon wollte es ganz genau wissen und analysierte die individuelle bakterielle Zusammensetzung bei verschiedenen Testpersonen. Im Luftreiniger der Klimakammer fanden sich schließlich reichlich Staphylokokken (greifen das Immunsystem an), Lactobazillen (harmlos; sind in zahlreichen Lebensmitteln enthalten) und nützliche Hautbakterien. Das ist bis hierhin wenig besorgniserregend.

Es gilt jedoch zu bedenken, dass sich multiresistente Keime und natürlich auch das Corona-Virus auf demselben Wege verbreiten.

Der nächste Abschnitt zielt mehr auf die Sorgen deutscher Allergiker und Asthmatiker ab. Sie konzentrieren sich im Wesentlichen auf die Anwesenheit mikroskopisch winziger Hausstaubmilben in der Wohnung. Ihre Verbreitung lässt sich mit gewöhnlichen Reinigungsmitteln nicht eindämmen, sodass sie auch in hygienisch geführten Haushalten vertreten sind. Dabei sind weniger die Milben als vielmehr deren Kot das Problem: Beim Einatmen werden Erkältungssymptome und Hautausschläge ausgelöst. Bei starker Ausprägung kann auch der gesamte Atmungsapparat in Mitleidenschaft gezogen werden. Darüber hinaus müssen sich Allergiker noch vor Pollen und Tierhaaren in Acht nehmen.

Für die restliche Bevölkerung steht eher der Schutz vor Feinstaub und Schimmelsporen im Vordergrund.

Die Technik vereint damit zahlreiche Anwendungsmöglichkeiten. So ist es in medizinischen Einrichtungen seit jeher Standard, Raumluftreiniger gegen Keime und Milben einzusetzen. In öffentlichen Schulen und Kitas sind sie ebenfalls häufig vertreten, obgleich dort noch keine gesetzliche Pflicht dazu erlassen wurde.

Keine Chance für Keime dank Silberionisierung

Das Problem der Luftreinigung ist damit zufriedenstellend gelöst, womit nun der Wassertank in den Fokus gerät: Er gilt traditionell als Brutstätte für Erreger und nicht sehr hygienisch. Bei der Verdunstung wird schließlich keine Hitze freigesetzt, sodass das Wasser im Raumluftreiniger Keime geradezu magisch anzuziehen scheint. Diesem Umstand wird heutzutage vermehrt mit der Silberionisierung im Tank begegnet.

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Das Prinzip fußt auf zwei Wirkungsweisen, wobei zunächst die Eigenschaften der Silberatome von Belang sind: Es tötet alle einzelligen Organismen, indem es Enzyme bindet, die Bazillen zur Sauerstoffgewinnung benötigen. Dadurch sterben selbst multiresistente Bakterien ab. In vielen Staaten wird Silber daher Getränken wie Bier und Limonade hinzugefügt.

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Der zweite Punkt betrifft die eigentliche Ionisierung, mit der nichts anderes als elektrisch geladene Atome (elektrostatische Aufladung) beschrieben werden. Derart behandelte Partikel ziehen Bakterien an und können sie somit gezielt abtöten. Die kombinierte Silberionisierung ist damit besonders wirkungsvoll und kommt überall dort zum Einsatz, wo Wasser in größeren Mengen desinfiziert werden muss.

In der Praxis gestaltet es sich nun so, dass die Raumluftreiniger gegen Keime vorgehen, indem ein Elektronenpaar aus Silber im Tank eingesetzt wird.

Es wird unter Gleichstrom gesetzt, wodurch sich einzelne Ionen lösen und im Wasser verteilen. Der Prozess der Ionisierung vollzieht sich dabei völlig unabhängig von der Hauptfunktion der Luftreiniger.

Kleine Extras in der Schnellübersicht

Nun fehlen noch die zusätzlichen Optionen, die die Technik inzwischen zu bieten hat. Sie sind nicht bei jedem Modell verfügbar, was es im Zuge der Kaufentscheidung zu berücksichtigen gilt. Als Beispiel wird hier nun wieder die Defensor-Reihe herangezogen: Drahtlose Netzwerke: Moderne Raumluftreiniger nutzen neben den Sensoren im Geräteinneren auch externe Fühler, die das Raumklima umfassender überwachen können. Sie lassen sich nach eigenem Gutdünken platzieren und übermitteln ihre Ergebnisse per Funk ans Hauptgerät.

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Winter- und Sommermodus: Die Anforderungen an die Technik schwanken im Laufe des Jahres. Im Sommer steht die Filterfunktion und damit auch die Bekämpfung der Hausstaubmilben im Fokus, während in der kalten Jahreszeit die Luftfeuchtigkeit reguliert werden muss. Um für die jeweiligen Bedingungen optimal gerüstet zu sein, wechselt man einfach nur die Filter aus und die Steuerung passt die Betriebszeiten dann selbstständig an.

Modulare Bauweise: Die Defensor-Reihe gilt als außergewöhnlich wartungsarm, da sich die einzelnen Bauteile mit wenigen Handgriffen demontieren lassen. Der Austausch der Filter und Reinigungstätigkeiten lassen sich somit ohne Mühe und mit geringem Zeitaufwand umsetzen.

Tastensperre: Das Prinzip ist aus der Welt der Smartphones bekannt. Auch in diesem Falle dient es dazu, die Geräte vor dem Zugriff unbefugter Personen zu schützen, was vor allem in Verkaufsräumen mit reichlich Publikumsverkehr von Vorteil ist.

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Um die Luft optimal im Raum zu verteilen, verfügt der Defensor PH28 über drei Ausblasgitter, die sich einzeln ansteuern lassen. Dies unterbindet eventuell störende Luftzüge.

Leistungsstufen: Hiermit wurde dem Wunsch nach höherer Energieeffizienz Rechnung getragen. Die Steuerung drosselt das Gebläse der Luftreiniger dabei auf bis zu 50% Leistung und nutzt dazu die eingehenden Sensordaten.