© absolutimages / Fotolia.com

Luftbefeuchter als Schutz vor Erkältung!

Wer häufiger an Schnupfen und Husten leidet, sollte nicht nur die Krankheitssymptome, sondern zusätzlich die Ursachen bekämpfen. Hilfreich können beispielsweise Luftbefeuchter bei Erkältung sein: Sie steigern die Luftfeuchtigkeit, verhindern damit trockene Schleimhäute und stärken die körpereigene Abwehr. Aber es gibt noch weitere Gründe.

Trockene Luft erschwert die Arbeit der Schleimhäute

Atemluft mit niedriger Feuchtigkeit kann Schleimhäute des Körpers wie die Nasenschleimhaut austrocknen. Warum das problematisch ist, wird schnell klar, wenn man sich die Funktionen der Schleimhäute anschaut. Ein Teil der Nasenschleimhaut fungiert als sogenannte Riechschleimhaut. Sie ist dafür verantwortlich, dass die Nase sich als das Riechorgan des Menschen eignet.

Luftbefeuchter B 280Wichtig als Krankheitsabwehr ist dagegen die Nasenschleimhaut im Bereich der Atmung. Zu dieser Schleimhaut gehören Flimmerhärchen und Drüsen. Das von den Drüsen abgesonderte Sekret bindet Fremdkörper wie beispielsweise Keime an sich. Die Flimmerhärchen transportieren das Sekret samt der Fremdkörper anschließend in Richtung Rachen. Hier wird es entweder ausgehustet oder aber heruntergeschluckt und im Magen samt der Keime durch die Magensäure neutralisiert.

Sehr trockene Luft kann die Schleimhäute allerdings so austrocknen, dass sie ihre Keime abwehrende Funktion nicht mehr wahrnehmen können. Dann wird der Abtransport des Schleims behindert. Er verbleibt als Nährboden für die Viren in der Nase.

Viren lieben trockene Luft

Der Einfluss trockener Atemluft auf die Schleimhäute scheint aber nicht der einzige Grund zu sein, warum eine niedrige Luftfeuchtigkeit das Erkältungsrisiko steigern kann. Bei einer 2013 durchgeführten Studie der Universität von West Virginia (USA) zeigte sich außerdem, dass Viren in trockener Luft tendenziell infektiöser sind als in feuchter. Sie sind also ansteckender.

Deshalb kann ein Luftbefeuchter bei einer Erkältung wirksam sein, weil er die Luftfeuchtigkeit steigert und das Infektionsrisiko dadurch senkt.

Bereits 2010 machte die Süddeutsche Zeitung zudem auf die Ergebnisse einer US-Studie aufmerksam, die im Fachblatt „Proceedings of the National Academy of Sciences“ veröffentlicht wurden. Laut dieser US-Studie steigt die Überlebenszeit der Viren bei niedriger absoluter Luftfeuchtigkeit an, schrieb die Süddeutsche damals.

Und es gibt noch einen weiteren Grund, warum trockenes Raumklima Erkältungskrankheiten begünstigen könnte: Ist die Feuchtigkeit zu niedrig befinden sich eher Schwebepartikel, die Keime transportieren können, in unserer Atemluft. Dadurch ist das Risiko vergrößert, dass jemand diese Keime einatmet und durch sie erkrankt.

Fenster öffnen hilft im Winter meistens nicht

Die Luftfeuchtigkeit zu steigern, bietet bei Erkältungskrankheiten also zumindest eine Möglichkeit, der Krankheit vorzubeugen. Aber wann ist Atemluft zu trocken? Im Optimalfall liegt die Luftfeuchte in den meisten Räumen zwischen 40 und 60 Prozent. In Räumen wie dem Badezimmer kann sie durchaus auch etwas höher ausfallen. Bei einem unter dem Optimalbereich liegenden Wert steigt jedoch das Infektionsrisiko. Zusätzlich können Wirkungen wie etwa trockene Augen auftreten.

Regelmäßiges Lüften ist auch im Winter wichtig
© thingamajiggs / Fotolia.com

Manche Menschen denken, es sei für einen Anstieg der Feuchtigkeit sinnvoll, im Winter die Fenster für eine Weile zu öffnen. Tatsächlich ist regelmäßiges Lüften natürlich ganzjährig wichtig. Als eine Maßnahme gegen zu trockene Atemluft eignet sich das Lüften im Winter jedoch nicht. An sehr kalten Tagen ist eher das Gegenteil der Fall. Es gilt nämlich der Grundsatz: Je kälter Luft ist, desto weniger Feuchtigkeit kann sie aufnehmen. Kalte Luft ist also tendenziell trockene Luft.

Warum helfen Luftbefeuchter bei Erkältung?

Luftbefeuchtungsgeräte steigern den Feuchtegehalt im Raum. Sie verhindern so eine zu trockene Atemluft und ihre oben beschriebenen möglichen Auswirkungen auf die Gesundheit. Sie können dadurch durchaus vor Erkältungskrankheiten schützen. Darüber hinaus können sie aber auch bei einer bereits bestehenden Erkrankung dafür sorgen, dass die Schleimhäute sich besser und schneller regenerieren, sodass die Symptome der Erkältung weniger heftig ausfallen. Das ist ein weiterer Grund dafür, warum sich Luftbefeuchter gegen Erkältung erfolgreich einsetzen lassen.

Elektronisches Handmessgerät 9007Einen automatisierten Schutz bieten Luftbefeuchter bei Erkältung, wenn sie mit einem Funkhygrostat ausgestattet sind. Dann misst der Funkhygrostat den Feuchtegehalt der Luft und funkt den Messwert ans Befeuchtungsgerät. Das Gerät vergleicht den Ist- mit dem eingestellten Soll-Wert und springt bei einem zu niedrigen Feuchtewert automatisch an. Das verhindert, dass man bei zu trockener Luft einfach vergisst, den Befeuchter einzusetzen.

Wer es noch etwas bequemer haben möchte, wenn er mit dem Luftbefeuchter Erkältung bekämpft, kann das Befeuchtungsgerät mit einer automatischen Wasserzufuhr ausstatten. Dann muss niemand den Wassertank manuell auffüllen. Auch das trägt dazu bei, dass der Befeuchter stetig einsatzfähig ist und bleibt.

Noch besser sind Befeuchter mit Antiviren-Funktion

Luftbefeuchter B 300Luftbefeuchtungsgeräte wie der Verdunstungsbefeuchter Brune 280 lassen sich nicht nur mit einem Funkhygrostat ausrüsten, sondern zusätzlich mit einer UV-Entkeimung. Beim Befeuchter Brune 300 ist die UV-Entkeimung sogar direkt ins Gerät integriert und zwar so, dass die UV-C Strahlung zugleich den Luftausstoß, das Wasser und die Filter im Gerät entkeimt. Auch dadurch erhöht der Luftbefeuchter den Schutz vor Krankheiten, wie eine Erkältung.

Kann man mit einem Luftbefeuchter Erkältung heilen?

Als kleines Fazit kann man auf Basis aktueller Forschung sagen, dass Luftbefeuchtungsgeräte durchaus dafür geeignet sind, das Erkältungsrisiko in Räumen zu reduzieren. Eine Erkältungskrankheit mit einem Befeuchtungsgerät zu heilen, ist sicherlich ein zu hoher Anspruch. Aber das Gerät kann eventuell neben einer prophylaktischen Wirkung dazu beitragen, die Symptome einer bereits bestehenden Krankheit zu lindern.