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Staubbindung durch Luftbefeuchter

Staub lässt sich in einer Wohnung ebenso wenig völlig vermeiden wie in Werkstätten, Büros, Lager- und Produktionshallen. Wirklich schlimm ist das in der Regel nicht. Falls Hausstaub oder andere Partikel verstärkt auftreten, viel Feinstaub oder andere problematische Bestandteile enthalten oder falls sensible Produktionsvorgänge betroffen sind, können sie zum Problem werden. Hilfreich kann dann eine Staubbindung sein, die den Schwebstaub in eine Staubablagerung verwandelt und zum Beispiel möglich wird, indem man die Luftfeuchtigkeit steigert. Ihre Wirkung hat allerdings auch Grenzen, wenn man Staub bekämpfen möchte.

Was ist eigentlich Staub?

Als Stäube werden Gemische feiner Stoffe bezeichnet, die zumindest zeitweise in der Luft oder in anderen Gasen schweben können. Treten sie in Wohnungen auf, bezeichnet man sie als Hausstaub. Sie können aus sehr unterschiedlichen Stoffen bestehen. Zu ihnen können zum Beispiel kleine Gesteinspartikel gehören, aber auch Hautschuppen, Milben, Fasern und Fussel, Pollen, Ruß und Druckertoner.

Was ist eigentlich Staub
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Abhängig ist die Zusammensetzung des Staubes nicht zuletzt vom jeweiligen Ort, an dem er auftritt. In einer Schreinerei wird er vermutlich eine größere Menge Holzfasern enthalten, während in der Metallwerkstatt verstärkt Metallstaub droht. Grundsätzlich unterscheidet man Schwebstaub von Staubniederschlag. Problematischer ist der in der Luft schwebende Staub, weil er eingeatmet werden kann. Staubniederschlag hat sich dagegen auf Oberflächen wie Möbeln oder den Fußboden gesetzt und gelangt dadurch erst einmal nicht in den menschlichen Körper. Aber Staubniederschlag kann unter Umständen aufgewirbelt werden und damit erneut in der Luft schweben.

Einatembare Staubpartikel werden als E-Staub bezeichnet. Sogenannte A-Stäube (auch Feinstäube) sind noch kleiner und dringen unter Umständen bis in feinste Verästelungen der Lunge vor, die auch Lungenbläschen (Alveolen) genannt werden.

Durch Staub können gesundheitliche Probleme entstehen

Mögliche Probleme durch Stäube sind nicht nur ästhetischer Natur. Ob etwa gesundheitliche Probleme entstehen, ist einerseits abhängig von der Zusammensetzung des Staubes und andererseits von der individuellen Gesundheit der Menschen im Raum.

Immer problematisch sind giftige Staubpartikel (z. B. bleihaltig). Sie sollten auf jeden Fall vermieden oder – falls sie dennoch auftreten – schnellstmöglich aus der Luft gefiltert werden.

Ebenfalls problematisch: Feinstäube. Sie führen bisweilen zu Atembeschwerden, erhöhen das Risiko eines Herzinfarkts und verursachen unter Umständen Krankheiten wie Lungenkrebs. Schwebstaub transportiert zudem bisweilen Schimmelsporen durch den Raum. Sie werden möglicherweise eingeatmet und können im Inneren des Körpers zu gesundheitlichen Problemen wie allergischen Reaktionen führen. Zusätzlich gelangen sie über die Raumluft in andere Bereiche einer Immobilie. Finden sie dort gute Wachstumsbedingungen vor, entsteht Schimmelbefall.

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Neben den Schimmelpilzsporen gibt es weitere mögliche Staubbestandteile, die allergische Reaktionen auslösen können. Blütenpollen im Hausstaub gehören dazu. Nicht zuletzt wirkt der Kot der Hausstaubmilbe bisweilen als Allergen und löst die Hausstauballergie aus. Eine Staubbindung durch Feuchtigkeit kann hier Abhilfe schaffen.

Arbeitsabläufe können gestört werden

Stäube wirken mitunter nicht alleine problematisch auf die menschliche Gesundheit. Sie können zudem Arbeitsabläufe in Produktionshallen und Werkstätten stören. Das gilt beispielsweise für Lackiererarbeiten oder die Herstellung von Lebensmitteln. Einige Prozesse reagieren derart sensibel auf eine Staubbelastung, dass sie in sogenannten Reinräumen stattfinden müssen, die die Staubmenge sehr niedrig halten.

Risikopotential verringern mit Hilfe von Staubbindung

Ein geringer Feuchtigkeitsanteil in der Raumluft steigert die entstehenden Risiken, da Staubpartikel in trockener Luft tendenziell länger schweben. Bei einer relativ hohen Luftfeuchtigkeit sind die Partikel dagegen durch die Feuchtigkeit gebunden. Sie werden dadurch schwerer und sinken zu Boden. Schwebstaub wird so zu Staubniederschlag.

Deshalb kann es eine wirksame Strategie sein, den Staub zu bekämpfen, indem man die Raumluft künstlich befeuchtet. Möglich wird das durch elektrische Luftbefeuchter. Viele dieser Geräte kann man so einstellen, dass sie automatisch anspringen, wenn die Luftfeuchtigkeit einen eingestellten Wert unterschreitet.

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Für Wohnungen und Büros gilt: Die relative Luftfeuchte sollte mindestens bei etwa 40 Prozent liegen. Auf der anderen Seite darf sie jedoch auch nicht zu hoch werden. Bei zu hohen Werten bleibt sie zwar für eine Staubbindung vorteilhaft. Dafür entfaltet sie in anderen Bereichen Nachteile. Sie kann Wände und Decken befeuchten und so zu einem guten Nährboden für Schimmel beitragen. Kommt Wärme hinzu, entsteht eventuell ein schwüles Raumklima, das den Kreislauf belastet. Deshalb sollte die Luftfeuchtigkeit einen Wert von 60 Prozent in den meisten Räumen nicht überschreiten.

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Luftbefeuchter sorgen aber nicht nur im Raum, sondern auch innerhalb des Geräts für eine Staubbindung. So genannte Kaltverdunster befeuchten Raumluft durch einen Verdunstungsprozess. Auch dabei werden Staubpartikel befeuchtet. Sie bleiben dann innerhalb des Geräts und werden so unschädlich gemacht.

Manchmal reicht Staubbindung nicht

Man sollte sich immer bewusst sein: Durch eine Staubbindung mithilfe von Feuchtigkeit kann man Staub nicht entfernen, jedenfalls nicht vollständig. Man entfernt ihn aus der Raumluft, aber er bleibt als Staubniederschlag im Raum enthalten. Bei besonders sensiblen Prozessen in der Produktion reicht das nicht aus. Ähnliches gilt bei manchen Menschen, deren Gesundheit durch eine Staubbelastung sehr angegriffen wird.

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In solchen Fällen muss man die Raumluft zusätzlich filtern und reinigen. Viele Luftbefeuchter sind zumindest mit einem Grobfilter ausgestattet, der das Raumklima von größeren Partikeln befreit. Aber auch das reicht bisweilen nicht. Deshalb gibt es Luftbefeuchter wie den B 500 Professional von Brune. Er befeuchtet die Luft und lässt sich für eine Staubbindung einsetzen. Darüber hinaus kann man ihn mit einem besonderen Filterset ausstatten, das die Staubbekämpfung noch einfacher macht.

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Zu den Filtern gehört ein Aktivkohle-Filter, in dem selbst feinste Staubpartikel hängen bleiben. So sorgen die Staubbindung durch Feuchtigkeit und eine effektive Luftfilterung für ein besonders staubarmes Raumklima.