Zu trockene Luft verhindert gesunden Schlaf
© Jelena - stock.adobe.com

Zu trockene Luft verhindert gesunden Schlaf

« Mit Luftbefeuchtern schaffen Sie ausgewogenes Raumklima im Schlafzimmer »

Gesunder Schlaf ist eine der medizinischen Grundvoraussetzungen für ein langes Leben. Durch ihn starten wir ausgewogen und voller Leistungsbereitschaft in den Tag. Vor allem im Winter wirken ihm aber schwankende Temperaturen und zu niedrige Luftfeuchtigkeit entgegen. Wie können elektrische Luftbefeuchter dem Problem abhelfen und für gesunden Schlaf sorgen?

Wanted: Ausgewogenes Raumklima und gesunder Schlaf

Um sich der Frage anzunähern, müssen zunächst die Parameter herausgestellt werden, die uns besser schlafen lassen. Das betrifft u.a. die Schadstoffkonzentration in der Luft: Winzige Feinstaubpartikel dringen selbst in geschlossene Wohnungen ein und belasten das Raumklima. Dazu gesellen sich der dort bereist ansässige Hausstaub, Pollen und Ausdünstungen zahlreicher Haushaltschemikalien. Stets geöffnete Fenster gelten somit als Allheilmittel, um die Luftqualität möglichst ausgewogen zu halten. Das wirkt direkt auf die Temperatur im Schlafraum ein. Sie ist das zweite Schlüsselelement für die Schlafgesundheit.

Für ein ausgewogenes Raumklima sollte sie sich bei 16-18 °C einpendeln. Hiermit verwandt ist das sogenannte „Bettklima“, das die direkte Schlafumgebung definiert. Es wird natürlich von individuellen Präferenzen und der Jahreszeit beeinflusst. So bevorzugen manche Deutsche selbst im Winter recht dünne Deckchen, während andere gleich unter mehreren Daunendecken viel besser schlafen können. Daher sind hier zunächst 30 Grad anzupeilen, die dann dem persönlichen Bedarf anzupassen sind. Um das Raumklima völlig ausgewogen zu gestalten, ist letztlich noch die Luftfeuchtigkeit zu regulieren.

Junge Frau schläft im Bett - gesunder Schlaf bei gesundem Raumklima
© Gorodenkoff – stock.adobe.com

Die optimale Luftfeuchtigkeit im Schlafzimmer

Sie ist in Innenräumen nicht selten in einem ungesunden Bereich. Dies trifft zu, wenn die relative Luftfeuchtigkeit über den Wert von 60% ansteigt, wodurch das Wachstum von Schimmelpilzen begünstigt wird. Zu niedrige Werte (unter 40%) zeichnen sich wiederum für zahlreiche Zivilisationsbeschwerden

verantwortlich, die gesunden Schlaf verhindern:

  • Halsschmerzen
  • Reizhusten
  • morgendliches Nasenbluten
  • Kopfschmerzen
  • Schlafstörungen

Die optimale Luftfeuchtigkeit, bei der auch gesunder Schlaf möglich ist, wird daher bei etwa 50 Prozent taxiert. Dabei gilt es zu beachten, dass sie zu Beginn der Nacht etwas niedriger eingestellt sein darf. Schließlich wirkt nicht zuletzt der Mensch durch nächtliche Schweißabsonderungen (durchschnittlich 0,5 Liter) aufs Raumklima ein. Wie lassen sich nun all diese Parameter ausgewogen bereitstellen? Die Maßnahmen starten mit regelmäßiger Frischluftzufuhr. Der damit einhergehende Wärmeverlust ist durch höhere Heizkosten auszugleichen, die wiederum negative Auswirkungen auf die prozentuale Luftfeuchtigkeit nach sich ziehen. Ein gesunder Schlaf gründet sich aber vor allem auf eine stressfreie Umgebung, die auf diese Art kaum entstehen kann.

Luftbefeuchter neben Bett - so ist ein gesunder Schlaf möglich
© DimaBerlin – stock.adobe.com

Luftbefeuchter – die Soforthilfe im Schlafzimmer

Die elektrische Lösung kommt dem schon näher. Sie wurde ursprünglich für den Einsatz in Museen, Krankenhäusern und EDV-Anlagen konzipiert, was sich bis heute an den Kenndaten der Geräte ablesen lässt. So ist z.B. der Luftbefeuchter B 500 für Raumgrößen von bis zu 900 Kubikmetern zugelassen. Zum Vergleich: Eine 60 m²-Wohnung fasst maximal 180 Kubikmeter Luft. Für den Einsatz im Schlafzimmer genügen somit sparsame Modelle wie der B 125: Er benötigt nicht mehr als die Leistungsaufnahme von 25 Watt, um die optimale Luftfeuchtigkeit zu generieren und verursacht dabei nur 34 dB an Betriebsgeräuschen. Das entspricht der nächtlichen Hintergrundkulisse und fällt demnach nicht negativ ins Gewicht. Für Menschen mit sehr leichtem Schlaf ist zudem noch ein spezieller Flüstermodus berücksichtigt worden. Das klingt bis hierhin sehr überzeugend. Nun gilt es zu überprüfen, wie die Technik in den Detailfragen abschneidet.

Luftbefeuchter B 125

Auf welche Art wirken Luftbefeuchter?

Hier kommt das Prinzip der Kaltverdunstung zum Einsatz. Es wirkt besonders schonend auf seine Umgebung ein und wird daher bevorzugt an solchen Orten angewendet, wo ein ausgewogenes Raumklima über lange Zeiträume aufrechterhalten werden muss und keine extremen Verhältnisse herrschen. Die Vorgehensweise ist simpel, aber effektiv: Der Luftbefeuchter besteht im Wesentlichen aus einem mit Leitungswasser gefüllten Tank, der ein saugfähiges Medium (u.a. Matten und Scheiben) speist. Wenn die Luftfeuchtigkeit im Raum unter einen voreingestellten Grenzwert absinkt, schaltet sich das Gebläse zu, welches das Gas-Wasser-Gemisch bzw. den Wasserdampf im Schlafzimmer verteilt. Die Übersättigung mit Feuchtigkeit wird hierdurch restlos ausgeschlossen, da kein aktives Verdampfen stattfindet.

Stellt sich die optimale Luftfeuchtigkeit automatisch ein?

Um besser zu schlafen, muss man demnach nichts weiter tun, als von Zeit zu Zeit Wasser nachzufüllen und natürlich die Erstprogrammierung durchzuführen. Das klingt wesentlich komplizierter, als es ist: Zunächst sind die oberen und unteren Grenzwerte festzulegen, ab denen sich der Luftbefeuchter zu- bzw. abschaltet. Hierbei gilt es zu berücksichtigen, dass die optimale Luftfeuchtigkeit persönlichen Bedürfnissen angepasst werden muss und keinesfalls absolute Kennziffern repräsentiert. Die empfohlenen 50% sind demnach nur als Richtwert einzustufen. Bis sich die klimatischen Verhältnisse völlig ausgewogen darstellen, bedarf es also zunächst einiger Experimente. Hierbei ist die Sensorentechnik der Befeuchter behilflich: Integrierte Messgeräte wie Hygrometer ermitteln die Luftfeuchtigkeit mit der Toleranz von 2%. Das dient anfangs dem Zweck, die optimale Luftfeuchtigkeit zu finden und sorgt anschließend vollautomatisch für ein ausgewogenes Raumklima.

Thermo-Hygrometer 9025

Hinweise zur Wartung

Nun haben sich mobile Befeuchter in Deutschland nicht den besten Ruf erarbeitet. Das bezieht sich auf den Umstand, dass das verwendete Leitungswasser nicht vollständig verdunstet. Es verbleiben immer kleine Kalkrückstände im Tank, die auf Dauer den Wartungsaufwand und die Leistungsaufnahme erhöhen. Sie leisten darüber hinaus dem Wachstum von Keimen und Bakterien Vorschub. Gesunder Schlaf ist unter solchen Umständen wohl kaum möglich.

Die regelmäßige Wartung der Befeuchter ist daher unumgänglich für ein ausgewogenes Raumklima und für gesunden Schlaf. So ist er abhängig von der durchschnittlichen Einsatzzeit ein bis zwei Mal pro Jahr zu entkalken. Hochwertige Geräte wie der B 500, die für auch für den Einsatz in Industriebetrieben konzipiert sind, verfügen jedoch schon über eigene Entkalkungssysteme.

Der in vielen Befeuchtern installierte Luftfilter muss allerdings grundsätzlich von Hand gewechselt werden. Das sollte mindestens zweimal jährlich durchgeführt werden. Wenn das Gerät im Dauerbetrieb genutzt wird, darf dies aber auch monatlich geschehen.